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Faires Gold

Faires Gold – Fairmined Gold

Als regional tätiges Familienunternehmen sind unsere Möglichkeiten, die Situation entlang der Wertschöpfungskette unserer Rohstoffe zu beeinflussen, relativ gering. Dort aber, wo wir einen Beitrag leisten können, achten wir darauf, dass ethische und ökologische Prinzipien geachtet werden. Dies ist auch in unserem Leitbild festgelegt.

GOLDSCHMIEDE NIKL | WIEN ist stolzer Lizenz-Partner von FAIRMINED

Da es für uns sehr wichtig ist, dass alle Menschen, die entlang unserer Wertschöpfgungskette tätig sind, fair entlohnt werden, haben wir uns entschieden, Lizenzpartner von Fairmined zu werden.

Auf dem Markt ist eine Vielzahl an Organisationen tätig, die „faires Gold“ anbieten, welches besonderen ethischen Auflagen unterliegt. Neben Fairtrade zählt die Alliance for Responsible Mining mit dem Label Fairmined zu den bekanntesten. Fairmined ist ein Gütesiegel, das Gold aus verantwortungsvollem Kleinbergbau zertifiziert.

Dabei bietet Fairmined drei Optionen der Zusammenarbeit an:

  • FAIRMINED LABELED
  • FAIRMINED INCORPORATED
  • FAIRMINED CERTIFICATES

Wir haben uns für die Kooperation im Rahmen des „Fairmined Incorporated“ –  Programms entschieden, da es bei diesem möglich ist, auch andere Goldquellen zu nützen. Wir werden uns diese Alternative weiterhin offen halten da wir – nach wie vor – Altgold und Bruchgold in unseren Produktionsprozess miteinbinden möchten. Unserer Meinung nach, ist das Recycling von sogenanntem „Sekundär-Gold“ jene Variante, die am wenigsten Eingriff in die Natur notwendig macht.

Die Kosten

Die Fairmined-Lizenz ist mit einer jährlichen Gebühr von 70$ verbunden. Beim Ankauf von Feingold, wird der aktuelle Goldpreis mit einem Aufschlag von 4000$ pro Kilogramm versehen. Dieser Mehr-Betrag kommt in vollem Umfang dem lizenziertern Kleinbergbau zugute. Hinzu kommen noch einige Verwaltungskosten, die aber eine eher geringe Summe ausmachen.

Faires Gold - GOLDSCHMIEDE NIKL | WIEN
Faires Gold by NIKL: Oro verde © Alejandro Cock

Unsere bisherige Vorgangsweise

Auch bisher haben wir kein Primärgold – Gold aus nicht lizenzierten Minen – für die Herstellung unserer Schmuckstücke verwendet. Dies wurde durch Zusammenarbeit mit unserem wichtigsten Goldlieferanten ÖGUSSA, der Österreichischen Gold- und Silberscheideanstalt, gewährleistet.  ÖGUSSA ist seit geraumer Zeit Mitglied im RJC – Responsible Jewellery Council – und verarbeitet kein Primärgold aus Großminen, sondern recycelt ausschließlich Altgold.
Sollten Sie Interesse haben, Ihr Altgold zu veräußern, finden Sie weitere Informationen in unserem Artikel „Bruchgold“

Unser aktuelles Vorgehen

Wir haben uns verpflichtet,  jenen Goldbedarf, den wir nicht über den Ankauf von Alt- & Bruchgold aus privatem Besitz decken können, von der ÖGUSSA in Form von Fairmined Gold beziehen.

Vorteile durch Fairmined für die Klein-Bergbauorganisationen

  • Ein garantierter, fairer Preis für die Mineralien
  • Eine Prämie für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen
  • Investition in Organisationsentwicklung, soziale Entwicklung und Umweltschutz

Vorteile durch Fairmined für Konsumenten

  • Transparente Herkunft der Materialien
  • Garantie, dass das Gold verantwortungsvoll abgebaut wurde
  • Beitrag zu wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung und Umweltschutz
  • Verbundenheit mit den Menschen der Bergbaugemeinschaften
  • Ein Produkt mit emotionalem Wert

DIAMANT CLUB WIEN

Die Goldschmiede Nikl ist seit vielen Jahren im Diamant Club Wien, Österreichs einziger Diamantbörse, vertreten.
Bereits seit den 1980er Jahren im Vorstand, wurde Walter Nikl 2005 zum Ehrenmitglied ernannt. Im gleichen Jahr erfolgte die Berufung von Stefan Nikl in den Vorstand. Zehn Jahre später, im März 2015 wurde Stefan Nikl zum Vize-Präsidenten des Diamant Club Wien gewählt.
Stefan Nikl, Vize-Präsident des Diamant Club Wien
Der Diamant Club Wien setzt sich für die Förderung der geschäftlichen und gesellschaftlichen Beziehungen innerhalb der Diamant- und Juwelenbranche ein. Darüber hinaus werden die Forschung und die Verbreitung wissenschaftlicher und fachlicher Erkenntnisse auf dem Gebiet der Diamanten intensiv gefördert. Ein besonders wichtiger Aspekt in allen Bereichen der Vereinstätigkeit ist die Pflege der ethischen und moralischen Usancen der Diamantbranche.

Durch die Mitgliedschaft des Diamant Club Wien in der Weltföderation der Diamantbörsen (WFDB) werden die internationale Vernetzung und der fachliche Austausch, auch außerhalb Österreichs sichergestellt. Die Vereinigung von aktuell 30 Diamantbörsen stellt den größten professionellen Zusammenschluss der Diamantbranche dar.
 
Das Präsidium des Diamant Club Wien (v.ln.r.):
Vize-Präsident Stefan Nikl,
Ehren-Präsident KR Wilfried Haas,
Präsident KR Georg Fischmeister,
Vize-Präsident Walter Swoboda

 

Feedback & Bewertungen

Wir sind bemüht, unsere Leistungen ständig zu verbessern.

Dafür ist uns eine fortlaufende Evaluierung der Zufriedenheit unserer Kunden sehr wichtig!
Wir bitten Sie, uns mit Ihrem Feedback und Ihrer Bewertung in den sozialen Netzwerken darin zu unterstützen!

Wir freuen uns über Ihren Erfahrungsbericht auf folgenden Plattformen:

 

Sollten Sie zu den Bewertungen weitere Informationen benötigen, stehen wir gerne zu Ihrer Verfügung!

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen,

Ihr NIKL-Team

 

Was beim Alt- & Bruchgoldverkauf zu beachten ist

Der ansteigende Goldpreis hat dazu geführt, dass viele Schmuckbesitzer ihr Altgold veräußern.
Dies erscheint bei der Fülle an „Bestpreis-Angeboten“ oft sehr lukrativ. Doch sollte man gerade bei diesen Angeboten besonders vorsichtig sein –
auch ein Test den das Magazin „KONSUMENT“ im Dezember 2010 durchgeführt hat, zeigt die sehr große Schwankungsbreite der Angebote deutlich auf.

 

Legierungen und Feingehalte

Da Gold nur in Ausnahmefällen in reinem Zustand verarbeitet wird, finden sich im Handel unterschiedlichste Legierungen.
Diese Legierungen stellen Gemische von verschiedenen Metallen dar, die durch ihre Zusammensetzung besondere physikalische Eigenschaften aufweisen.
Der prozentuelle Anteil des Edelmetalls wird als Feingehalt bezeichnet und unterliegt im Schmuckbereich den amtlichen Vorgaben des Punzierungsgesetzes.
Als Legierungsmetalle werden zumeist Silber, Kupfer, Palladium und einige andere mehr eingesetzt. Bei Platinlegierungen kommen zB. Kupfer, Cobalt, Iridium und Wolfram zum Einsatz.

Auf Schmuckstücken ist – in den meisten Fällen – der Feingehalt in Promille als dreistellige Zahl zu finden.
Da seit dem Jahr 2000 die amtliche Punzierung durch die Verantwortung des Erzeugers bzw. Importeurs ersetzt wurde, ist auch hier besondere Vorsicht geboten.

So können etwa bei privat importierten Schmuckstücken irreführende bzw. irrtümlich falsch angebrachte Stempelungen auftreten.
Altgold sollte immer vom Fachmann auf den Feingehalt untersucht werden. Dies gilt besonders für jene Gegenstände, die keine Amtspunze aufweisen.
Die bis 2000 in Österreich angebrachten amtlichen Punzierungszeichen haben natürlich auch heute noch ihre Gültigkeit.

Die Prüfung des Feingehalts

Um den Feingehalt feststellen zu können, gibt es mehrere Methoden. Für den raschen Test haben sich die Säure- und die Strichprobe aufgrund ihres geringen Aufwands in der täglichen Praxis durchgesetzt.

Genaueste Ergebnisse liefern die Kupellation, auch „Feuerprobe“ genannt, sowie die Spektralanalyse. Beide Verfahren erfordern einen weitaus höheren Aufwand bzw. hochtechnische Geräte. Letztere gilt als zerstörungsfrei und wird hauptsächlich bei Begutachtung von Juwelen eingesetzt und kann auf Wunsch bei Scheideanstalten durchgeführt werden.

Bei der Strichprobe wird zunächst der zu testende Gegenstand vorsichtig, an einer möglichst unempfindlichen Stelle angefeilt. Dies geschieht um eine Oberflächenbehandlung (Vergoldung) auszuschließen zu können. Danach wird mit dem Gegenstand ein „Strich“ auf eine schwarze Steinplatte bestehend aus „lydischem Kieselschiefer“ oder synthetischem Quarz aufgetragen.
Dies erfolgt zusätzlich beiderseits mit einer sog. Probiernadel. Probiernadeln weisen an ihren Spitzen Legierungen bestimmter Feingehalte auf und dienen während der Untersuchung als Referenz.
Im Anschluss werden alle Striche mit einer speziellen Probiersäuren benetzt. Nach kurzer Zeit wird die Säure abgetupft und die Qualität der Legierung aufgrund der Veränderungen beurteilt.
Die gebräuchlichsten Prüfsäuren bestehen aus Salzsäure, Salpetersäure und Wasser. Sie reagieren empfindlich gegenüber Licht und sollten daher abgedunkelt gelagert und im Jahresintervall erneuert werden.

Weitere Aspekte

Steinbesatz auf alten Schmuckstücken stellt des Öfteren einen nicht unerheblichen Wert dar. Dieser wird bei den verschiedenen Einlösestellen sehr unterschiedlich bewertet.
Während die meisten Scheideanstalten Edelsteine gar nicht in die Bewertung einfließen lassen, weisen Edelsteinexpertinnen im Fachhandel durchaus auf die Besonderheiten des Steinbesatzes hin und können diesen auch dementsprechenden bewerten.
Goldschmiedewerkstätten sind zudem in der Lage, auf Wunsch Steine aus den Schmuckstücken zu entnehmen und nur das Metall zur Einlöse heranzuziehen. Die Edelsteine stehen dann für die Verwendung in neuen Juwelen wieder zur Verfügung.

Ein ähnlicher Sachverhalt besteht auch bei historisch wertvollen Punzen. Die sog. Fuchskopf-Punze wurde in Österreich in der Zeit von 1867 bis 1922 für kleine Goldgegenstände mit einem Feingehalt 580/000 verwendet. Sie erzielt im Antiquitätenhandel Preise, die den Goldwert oft deutlich überschreiten.
Zahngold besteht zumeist aus hochlegierten Legierungen (zB 800/000) und erzielt so wesentlich höhere Preise als Schmucklegierungen.

 

Zusammenfassende Hinweise

Um sicher zu gehen ist es unter Umständen ratsam, mehrere Angebote bei unterschiedlichen Unternehmen einzuholen.
Oft ist es von der Art des Altgoldes abhängig, wo man am den besten Einlösepreis erzielt.
Wenden Sie sich, entsprechend der Beschaffenheit des Altgoldes, an die ExpertIn Ihres Vertrauens.
Informationen über aktuelle Tagespreise für Edelmetalle finden Sie auf den Websites der Scheideanstalten, die von Münzen entnehmen Sie den Tageszeitungen oder der Fachpresse.

Für weitere Informationen steht Goldschmiedemeister Mag. (FH) Stefan Nikl unter 0650 301 75 88 sehr gerne zu Ihrer Verfügung!

 

 

Weitere Informationen & Links:

Aktuelle Ankaufspreise der Ögussa
Der Konsument: Link zum Testbericht
Punzierungsrechtliche Vorschriften

Quellen:

Theorie und Praxis des Goldschmieds, Brepohl
Lehrbrief 13 & 14, OSR Prof. Loopold Rössler
Kunden fragen – wir antworten, KR Gerhard Ellert & Prof. Leopold Rössler, 2009
Werkstattbuch, Karl Nikl