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Praktikum Sarah Glasner 2016

Praktikum Sarah Glasner 2016

Ich heiße Sarah Glasner, bin 15 Jahre alt und mache diesen Sommer in der Goldschmiede Nikl ein Berufspraktikum. Derzeit gehe auf das Evangelische Gymnasium und Werkschulheim, wo ich nebenbei den Lehrberuf Gold- und Silberschmied ausübe. Anbei berichte ich über meine Erlebnisse und Erfahrungen in der Goldschmiede Nikl.

Tag 1

Bei meiner Ankunft um ca. 10:00 in der Goldschmiede wurde ich erst einmal herzlich von Meister Nikl begrüßt. Gleich darauf bekam ich eine Führung durch die Werkstatt, in welcher ich die nächsten zwei Wochen verbringen werde. Ich bekam einen eigenen Platz zugeteilt, der mir sehr gefällt, da er gleich neben dem Fenster ist und ich einen schönen Ausblick auf den Hof habe. Meine erste Arbeit, die mir Meister Nikl auftrug, war einen Kettenanhänger aus Weißgold mit einem Rosenquarz und Brillanten zu passenden Ohrringen anzufertigen. Anfangs schien mir die Arbeit äußerst kompliziert, dennoch nahm ich die Herausforderung an um mein Können unter Beweis zu stellen.

Tag 2

Wie immer war ich um Punkt 10.00 bei der Goldschmiede. Während des gesamten Tages fertigte ich die Fassung für den Rosenquarz und verfeinerte das Oberteil des Kettenanhängers. Dazu bog ich einen Draht aus Weißgold in die passende Form, sodass er die gleiche Größe hatte wie der Stein. Später lötete ich noch die Krappen an.

Tag 3

Heute vollendete ich die Fassung für den Rosenquarz und verfeilte sie, bis der Stein exakt hineinpasste. Noch dazu lernte ich wie man eine Silikonform herstellt, welche man später zur Herstellung von Wachsmodellen verwendet.

Tag 4

Während des gesamten Tages arbeitete ich an dem Oberteil des Kettenanhängers. Erst lötete ich alles zusammen, danach verfeilte ich es und bohrte anschließend die Löcher, die ich davor mit einem Vorkörner markierte.

Tag 5

Heute fertigte ich die Bodenfläche des Oberteils an. Dazu sägte ich die passende Form aus und verfeilte sie bis sie die gleiche Größe hatte wie das Oberteil und man sie nicht sehen konnte wenn das Oberteil obenauf lag.

Tag 6

Im Laufe des Tages bearbeitete ich die Ajouren auf der Rückseite des Oberteils anhand einer Säge und lötete sogenannte Stifte auf das Oberteil, um die Kette später einfädeln zu können.

Tag 7

Heute lötete ich noch am Oberteil des Anhängers einen vierten Stift dazu um dem ganzen mehr Stabilität zu verleihen. Außerdem punzierte ich noch die Bodenfläche des Oberteils und lötete einen dicken Draht auf die Fassung um diese später mit der Bodenfläche verbinden zu können.

Tag 8

Als Erstes sägte ich den dicken Draht auf die passende Länge zu damit er genau auf die Bodenfläche des Oberteils passte. Anschließend lötete ich Fassung und die Bodenfläche zusammen und zu guter Letzt kam noch das Oberteil des Anhängers rauf sodass der Kettenanhänger fertig war. Danach trug mir Meister Nikl auf einen Wachsmodell Ring zu einer passenden Kette anzufertigen. Ich freute mich sehr darauf da ich noch nie zuvor etwas aus Wachs modelliert habe.

Tag 9

Während des gesamten Tages arbeitete ich am Wachsmodell. Um den Ring zu formen verwendete ich Fräser, Nadelfeilen, eine Halbrundfeile und einen Dreikantschaber.